Die Gehwege sind schmal, und links und rechts der Straße parken die Autos. Und die kleinen, hübschen alten Häuser schauen genervt auf einen ewigen Strom von Fahrzeugen herunter, der nur des Nachts manchmal zu etwas abklingt.
In den Häusern wohnen Menschen, die zum großen Teil auf mich den Eindruck machen, als wären sie ebenso genervt wie ihre Häuser.
Man ist genervt von den Nachbarn. Man ist genervt von der unliebsamen Konkurrenz . Man ärgert sich über die Politiker der Stadt. Man ärgert sich über die unerträglichen Parkplatzwächter, die ziemlich auf Zack sind in dieser Straße. Man sorgt sich darüber, dass die Geschäfte nicht wirklich gut laufen, und dass sich nicht einmal in den schönen kleinen Lokalen Gäste einfinden wollen.
Und man ist neidisch auf die anderen ...Irgendwie ist alles immer besser in den anderen Straßen der Stadt. Irgendwie fühlt man sich im Hinteren Anger als Stiefkind. Irgendwie fühlt man sich betrogen.
Was? ... Sie meinen, da kommt doch die Lust auf, aufzustehen und etwas zu
ändern? .. Nein, nein, weit gefehlt! ... So etwas kommt nicht auf. Es macht doch das Leben
viel einfacher, wenn man jede Menge Schuldige findet, wenn man Opfer ist, wenn
man die Verantwortung anderen in die Schuhe schieben kann.
Nein, nein, ändern wollen wir hier nix ... HEY, wir sind doch die Schlagader!
Ohne uns kann doch diese Stadt gar nicht überleben!
Wir ertragen die Nachteile aus den Wissen heraus, dass es einen Infarkt gibt, wenn wir
die Schlagader abwürgen.
Wir sind die Helden von Landsberg und wir ertragen geduldig; es war halt
immer so .. und es wird halt immer so bleiben.
ÄNDERN? – Nein, nein! - Bloß nix ändern, bloß nicht zu mutig sein!
Ideen? Welche Ideen, es gibt keine Lösung ... die Nachteile sind zu ertragen und
den anderen die Schuld zuzuweisen. Was können wir schon ändern .. wir tun
unsere Pflicht .... Das gibt uns Sicherheit.
Ich frage mich, liebe Leser - wird es auch im Landsberg irgendwann ein 21.
Jahrhundert geben? Oder wird die Stadt immer - wie in einer Zeitschleife - im
Mittelalter verweilen?
Hinterer Anger Landsberg .. Der Murmeltiertag ist hier Realität :-)
Ich stell mir die Fragen :-) Und ich gebe mir auch gleich die Antwort:
Kann ich es ändern ? -> Ja
Will ich es ändern ? -> Ja
Werde ich es ändern? -> Ja
Ändere ich jetzt schon was? - > Definitiv
Fühle ich mich wohl hier? -> SAUWOHL
Liebe ich die Menschen diese Straße? - > Ja
Liebe ich diese Strasse? -> Auf alle Fälle
Was sehe ich, wenn ich in den Hinteren Anger komme? (Meine Vision für diese Straße):
In den Häusern wohnen Menschen, die zum großen Teil auf mich den Eindruck machen, als wären sie ebenso genervt wie ihre Häuser.
Man ist genervt von den Nachbarn. Man ist genervt von der unliebsamen Konkurrenz . Man ärgert sich über die Politiker der Stadt. Man ärgert sich über die unerträglichen Parkplatzwächter, die ziemlich auf Zack sind in dieser Straße. Man sorgt sich darüber, dass die Geschäfte nicht wirklich gut laufen, und dass sich nicht einmal in den schönen kleinen Lokalen Gäste einfinden wollen.
Und man ist neidisch auf die anderen ...Irgendwie ist alles immer besser in den anderen Straßen der Stadt. Irgendwie fühlt man sich im Hinteren Anger als Stiefkind. Irgendwie fühlt man sich betrogen.
Was? ... Sie meinen, da kommt doch die Lust auf, aufzustehen und etwas zu
ändern? .. Nein, nein, weit gefehlt! ... So etwas kommt nicht auf. Es macht doch das Leben
viel einfacher, wenn man jede Menge Schuldige findet, wenn man Opfer ist, wenn
man die Verantwortung anderen in die Schuhe schieben kann.
Nein, nein, ändern wollen wir hier nix ... HEY, wir sind doch die Schlagader!
Ohne uns kann doch diese Stadt gar nicht überleben!
Wir ertragen die Nachteile aus den Wissen heraus, dass es einen Infarkt gibt, wenn wir
die Schlagader abwürgen.
Wir sind die Helden von Landsberg und wir ertragen geduldig; es war halt
immer so .. und es wird halt immer so bleiben.
ÄNDERN? – Nein, nein! - Bloß nix ändern, bloß nicht zu mutig sein!
Ideen? Welche Ideen, es gibt keine Lösung ... die Nachteile sind zu ertragen und
den anderen die Schuld zuzuweisen. Was können wir schon ändern .. wir tun
unsere Pflicht .... Das gibt uns Sicherheit.
Ich frage mich, liebe Leser - wird es auch im Landsberg irgendwann ein 21.
Jahrhundert geben? Oder wird die Stadt immer - wie in einer Zeitschleife - im
Mittelalter verweilen?
Hinterer Anger Landsberg .. Der Murmeltiertag ist hier Realität :-)
Ich stell mir die Fragen :-) Und ich gebe mir auch gleich die Antwort:
Kann ich es ändern ? -> Ja
Will ich es ändern ? -> Ja
Werde ich es ändern? -> Ja
Ändere ich jetzt schon was? - > Definitiv
Fühle ich mich wohl hier? -> SAUWOHL
Liebe ich die Menschen diese Straße? - > Ja
Liebe ich diese Strasse? -> Auf alle Fälle
Was sehe ich, wenn ich in den Hinteren Anger komme? (Meine Vision für diese Straße):
Ich komme herein durch das Sandauer Tor. Zu Fuß gehe ich durch das große Tor, durch das früher endlose Autoschlangen durchratterten, lärmend über das harte Kopfsteinpflaster.Jetzt ist es viel ruhiger. In der Mitte des kleinen Platzes steht ein schöner, großer Brunnen, umrundet von einigen gemütlichen Stühlen und Bänken. An der Ecke sitzt ein Straßenmaler und malt mit farbiger Kreide ein wunderschönes Bild auf das Pflaster. Beim Brunnen spielen Kinder mit dem Wasser, ein Musiker mit einer Gitarre steht mitten auf dem Platz, umringt von fröhlichen Menschen, die andächtig lauschen. Musik, die alle kennen. Die Leute applaudieren und werfen ihm Euros in seinen Gitarrekoffer.
Ich entschließe mich weiterzugehen, den Hinteren Anger entlang. ...Du meine Güte, ich kann gar nicht glauben, dass früher hier alles so trostlos war! Jetzt strahlt mir buntes, freudiges Leben ins Gesicht. Gleich links hat eine italienische Eisdiele aufgemacht und bietet leckeres Eis an. Kinder spielen vor den aufgestellten Tischen unter den großen orangefarbenen Schirmen, und es steht ein Schlange beim Eisverkäufer an der offenen Bar.
Ich gehe weiter und staune, wie gemütlich und lebendig diese Straße geworden ist. Um einen Blumentrog ist eine kleine Sitzgruppe eingerichtet, und einige Schritte weiter, wo früher eine Parksäule stand, wächst nunmehr ein schöner Baum. Auch unter seinen schattigen Ästen stehen Stühle, auf denen einige ältere Leute sitzen und sich unterhalten, während sie die Kunden beobachten, die gegenüber in den Kleiderständern auf dem Gehweg stöbern.
Dort hat ein kleines Kaufhaus eröffnet, direkt gegenüber von Radio Lechtal. Eine Gruppe von Kindern drängt sich um einen Zauberer, der vor dem Studio seine Tricks vorführt.
Daneben, an der Limonigasse, befindet sich nunmehr ein kleines Bistro, in dem einige Juppies sitzen und Cappuccino trinken und einen kleinen Imbiss zu sich nehmen. Vor einem Blumenladen auf der anderen Seite der Straße stehen wunderschöne, leuchtende Sommerblumen. Einige Mädchen stehen davor. Ihre Freunde haben kleine Sträuße gekauft und verehren sie ihnen, verlegen lächelnd.
Ich gehe weiter in Richtung Kirche, hier scheint es heute einen Markt zu geben. Eine Menge kleiner Stände mit Obst und Gemüse ist aufgebaut, und auch hier befindet sich im Schatten des schön renovierten Gebäudes ein wunderbarer Brunnen. Auf den Stufen sitzen einige Tramper. Einer spielt Gitarre. Ich lass mich nieder und lausche ihm ein wenig. Er ist wohl Spanier oder Italiener. Seine Musik passt zu diesem lebendigen, friedlichen und schönen Ort. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemals anders war, hier im Hinteren Anger. Ich fühle mich wie im Urlaub, ja, fast ein wenig wie im Paradies.
Nun weiß ich es ganz gewiss:
Landsberg ist eine schöne Stadt, aber der Hintere Anger ist der schönste Teil dieser Stadt!
Herzlichen Dank an Helmut Glatz vom Autorenkreis Landsberg für die Überarbeitung des Artikels

